Nr. 5

Vorsicht Rutschgefahr !

Warum ich trotzdem immer wieder neue Team-Erlebnisse schaffen möchte:

Neue Wege gemeinsam gehen – denn gemeinsam wachsen wir als Team.

Der Steg als Weg begleitet uns tagtäglich nicht nur in unserem Namen, sondern auch in unserer Einstellung.

Betriebsausflüge

sind immer eine Gratwanderung, da man nie jedem alles Recht machen kann.

Als Chef könnte man nun denken: muss ich ja auch nicht… ist nur Pflichtprogramm und wird jedes Jahr erwartet.

Die extrovertierten Mitarbeiter fiebern jedem Event entgegen, die introvertierten Mitarbeiter fürchten sich vor jedem Verlassen der alltäglichen Routinen.

Also am besten nur einmal pro Jahr ein Sommerfest und die obligatorische Weihnachtsfeier – dann kann man schon nicht so viel falsch machen.

Wer nicht will, muss ja nicht und ist dann halt spontan erkrankt. In großen Betrieben werden die Ausfälle gar nicht wahrgenommen, weil diese Mitarbeiter überhaupt selten in Erscheinung treten.

Das ist in kleinen, familiären Betrieben einfach anders: eine Person mehr oder weniger kann schon beim Buchen der Sitzplätze im Zug, Bus oder Auto die Planung maßgeblich beeinflussen.

Aus unserer Sicht wird hier zu kurz und oberflächlich gedacht:

Betriebsausflüge sind keine lästige, erwartete Pflicht, sondern gehören zum Kürprogramm jedes Unternehmers. Gemeinsame Aktionen sind das Salz in der TEAM-Suppe

Genau das durfte ich vergangenen Freitag, der auch noch ein 13. war, erfahren.

  • Bei der Terminplanung begannen schon die Herausforderungen, alle unter einen Hut zu bringen, da die Herbstferien auch Abwesenheiten durch Urlaub bedeuteten.
  • Bei der Wetterprognose wurden bereits erste Zweifel laut, ob denn ein Ausflug mit Outdoor-Aktivitäten nicht doch besser verschoben werden sollte.
  • Bei der Reservierung im Kletterpark stellte sich heraus, dass im Winterhalbjahr am geplanten Tag die örtlichen Kapazitäten nicht in unseren Zeitplan passten.
  • Bei der Erklimmung des Aussichtsturmes zum Baumwipfelpfad kamen Hindernisse zum Vorschein, die wiederum unser Mindset auf eine Probe stellten.

Als Chefin verlasse ich meine tägliche Rolle als Kanzlei-Organisatorin zu solchen Anlässen immer zugunsten einer Rolle als Gastgeberin, Moderatorin und Reisebegleiterin.

Ich werde bewusst zur Randfigur, um meinem Team den Platz in der Mitte zu überlassen, und darf beobachten:

  • wie lustig und offen im Team gesprochen und gelacht wird.
  • wer sich gegenseitig ständig aufzieht und neckt, um die Truppe zu bespaßen.
  • wer sich annähert und austauscht, um neue Seiten am Gegenüber zu entdecken.
  • wie viele Fragen gestellt werden, die nichts mit dem Steuerfach oder dem Beruf zu tun haben.
  • wie wertvoll die Pflege unseres kleinen und eingeschworenen Teams ist und
  • wie dankbar ich für diesen tollen Haufen bin.

Über sich hinauswachsen als einzelner, ist die eine Seite der Medaille, aber noch viel wichtiger ist die Kehrseite: als gesamtes Team an den Aufgaben wachsen!

Sich dem Hindernis ‚Höhe‘ stellen, mit Hilfestellung bis zur höchsten Aussichtsplattform steigen und einen luftigen Baumwipfel-Pfad beschreiten – Respekt!

Respekt vor dieser Leistung

Respekt, sich überhaupt zu trauen

Respekt, die Hand zur Hilfe zu reichen

Respekt, am sicheren Arm, den luftigen Steg zu meistern

Warnschilder tun, was sie sollen: warnen, bremsen, aber auch den Focus auf eine Aufgabe legen, die überwunden werden will.

Vorsicht Rutschgefahr?! Vorsicht Glücksmomente…

Wertvolle Beobachtung, tiefgründige Erfahrung und ein zufriedenes, glückliches Strahlen in allen Augen…

Ich bin stolz auf unser Team Stegmann, das schon so viele neue Wege bewältigt hat und auch immer weiter unterwegs ist!

Betriebsausflüge sind kein Pflichtprogramm, sondern glänzende Kür !!

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